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Stadtwerke Wertheim GmbH passen die Strompreise zum 01. März 2016 an

(vom 06.01.2016)

Wertheim, 05.01.2016 – Nach der Strompreissenkung im letzten Jahr sind die Stadtwerke Wertheim GmbH in diesem Jahr gezwungen, zum 01.03.2016 die allgemeinen Preise der Grundversorgung und die Preise für die Strom-Sondertarife um 1,31 Cent pro Kilowattstunde anzuheben. Damit erhöhen sich die jährlichen Stromkosten für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden um 45,85 Euro. Die Preisanpassung ist insbesondere aufgrund steigender Entgelte für die Nutzung der Stromnetze erforderlich. „Wir werden im kommenden Jahr sehr viel mehr für die Nutzung der Stromleitungen bezahlen müssen. Diese steigenden Kosten können wir nicht mehr auffangen. Eine wesentliche Ursache für die steigenden Netzkosten ist, dass aufgrund des starken Wachstums der Erneuerbaren Energien die Verteilernetze massiv aus- und umgebaut werden müssen. Immer mehr Anlagen, die Strom aus Erneuerbaren Energien liefern, müssen an das Netz angeschlossen werden. Strom aus Wind und Sonne wird außerdem zunehmend dezentral und teilweise verbrauchsfern erzeugt. Deshalb muss auch das Übertragungsnetz ausgebaut werden, um den Strom zu den Verbrauchszentren transportieren zu können“, erklärte Thomas Beier, techn. Geschäftsführer der Stadtwerke Wertheim GmbH.Die Netzentgelte werden von den staatlichen Regulierungsbehörden insbesondere mit Blick auf Kosteneffizienz streng geprüft und genehmigt. Im Jahr 2016 steigen diese um 0,6 Cent/kWh an. Die staatlich vorgegebene Umlage zur Förderung Erneuerbarer Energien (EEG-Umlage) steigt um 0,184 Cent/kWh. Auch die KWK-Umlage zur Förderung hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen wurde für 2016 um 0,191 Cent/kWh erhöht. Die staatliche Steuer- und Abgabenbelastung steigen damit weiter: Mehr als 52 Prozent des Preises, den unsere Kunden für Strom zahlen, sind staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen.

„Rund drei Viertel des Strompreises können von uns damit faktisch nicht beeinflusst werden“, erläuterte Wilfried Mayer kaufm. Geschäftsführer der Stadtwerke Wertheim GmbH. Der von den Strom-Unternehmen selbst beeinflussbare Anteil des Strompreises (also der Kostenblock Stromeinkauf, Vertrieb und Service) der privaten Haushalte schrumpft damit auf gerade noch ein Viertel.

Bundesweit liegt allein die Belastungen aus der EEG-Umlage nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) im Jahr 2015 bei 22 Milliarden Euro. Die Gesamtbelastung der staatlichen Steuern und Abgaben bei Strom (EEG-Umlage, Stromsteuer, KWK-Aufschlag, §19 StromNEV-Umlage, Offshore-Haftungsumlage, der Umlage für abschaltbare Lasten und der Konzessionsabgabe) für die Verbraucher liegt 2015 bei über 32 Milliarden Euro.

Der Anstieg der Netzentgelte fällt höher aus als die in den vergangenen Monaten gesunkenen Kosten für den Einkauf von Strom an der Börse. Diese Kostenentwicklung kann die Stadtwerke Wertheim nicht mehr ausgleichen. „Unterm Strich haben diese Faktoren dazu geführt, dass wir unsere Kalkulation überarbeiten und die Strompreise anpassen mussten“, erklärte Wilfried Mayer.

Thomas Beier betonten, dass die Stadtwerke Wertheim klar zu den Zielen der Energiewende und zum Ausbau der Erneuerbaren Energien und zur Förderung von hocheffizienten KWK-Anlagen stehe. „Wir haben selbst innovative Projekte, über unsere Beteiligung an der Thüga Erneuerbare Energien angeschoben und umgesetzt. Aber: Bei den Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ist dringend mehr Augenmaß erforderlich, um die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger auf ein verträgliches Maß zu begrenzen. Hier ist jetzt die Politik gefragt“, so die beiden Geschäftsführer Wilfried Mayer und Thomas Beier.

Aber auch eine gute Nachricht hält die Stadtwerke Wertheim GmbH bereit: Die Preise für Erdgas und Fernwärme bleiben über die gesamte Heizperiode 2016 stabil. Auch die Preise für Wasser bleiben 2016 stabil.

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